Webtracking

Was ist Webtracking?

Der Begriff Webtracking setzt sich aus den beiden Wörtern „Web“ (Internet) und „tracking“ (Spur, Fährte) zusammen. Das Webtracking hat damit die Bedeutung einer Analyse des Nutzerverhaltens, um damit Vorlieben, Interessen und Präferenzen des Nutzers abzuleiten und ein darauf abgestimmtes Angebot zu erstellen. Diese Angebote können sich auf die Erstellung von Inhalten konzentrieren, die einem bewusst ausgewählten Kreis an Personen bevorzugt gezeigt werden, sowie kommerzielle Verkaufsangebote im Rahmen des Online-Marketings. Der Hintergrund des Webtrackings ist der, dass jeder User im Internet durch die Auswahl an Seiten, die er besucht, sowie durch seine Verweildauer auf den Seiten implizite Aussagen über sich selbst macht, die zu bewerten Aufgabe der Webtracker ist. Diese führen ihre Arbeit mit den Maßnahmen von Steuerung, Effizienzanalyse und Erfolgskontrolle durch. Synonyme von Webtracking sind Web Controlling, Web Analyse und Traffic Analyse. Webtracking ist immer zielorientiert. Bestimmte Ziele werden im Hinblick auf den Ist-Zustand und den Soll-Zustand definiert und am Erfolg gemessen. Für das Webtracking stehen den Seitenbetreibern eine Vielzahl an Tools (Tracking-Tools) von Google Analytics bis Piwik zur Verfügung. Diese stellen das Rohmaterial der Nutzerspuren im Internet auf der eigenen Seite zur Verfügung, das daraufhin unter bestimmten Parametern ausgewertet wird. Gegenüber dem Webtracking gibt es allerdings datenschutzrechtliche Bedenken. Durch das EU-Gesetz der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) am 25.5.2018 ist das Webtracking erschwert worden.

Facebook und Webtracking

Bekanntheit durch die Erfolge des Webtrackings hat vor allem das soziale Medium Facebook erlangt, wo in der Vergangenheit eine intensive Verfolgung und Auswertung des Nutzerverhaltens stattgefunden hat. Anhand der von den Webtrackern ermittelten Persönlichkeitsprofile werden auf Facebook den Nutzern bewusst vor allem die Inhalte präsentiert, zu denen er sich nach den Analysen der Webtracker hingezogen fühlt. Dies führte zum einen zu einem erhöhten Kaufverhalten der Benutzer, weil User, die für ein bestimmtes Produkt Präferenzen zeigen, dieses eher kaufen als User, die nach dem Zufallsprinzip auf bestimmte Angebote gelangen. Zum anderen entstanden sogenannte Echokammern, was nach Meinung von Kritern zu einer Parzellierung von Facebook geführt habe, wo sich nur noch Menschen mit annähernd gleichen Ansichten begegnen und sich in ihrer Haltung gegenseitig bestärken würden. Insofern hat das Erfolgsmodell Facebook die Vor- und Nachteile des Webtrackings offengelegt, was im Internet zahlreiche Nachahmer gefunden hat. Denn das Webtracking gilt als eine der sichersten Methoden, die Conversion-Rate zu verbessern und einen höheren Umsatz zu erzielen. Generell werden beim Webtracking vor allem die Logdateien und damit die Server-basierten Daten analysiert. Von einer ähnlichen Bedeutung sind die Client-basierten Daten, womit zum Beispiel integrierte 1-Pixel-Bilder und JavaScript-Tags gemeint sind, sowie Cookies. Auch nach der DSGVO wird Webtracking nach wie vor eingesetzt, wird aber zunehmend aus Gründen des Datenschutzes anonymisiert gehandhabt.

Beispiel für Webtracking und Facebook

Facebook erstellt anhand der gelikten Beiträge ein Nutzerprofil und lässt den Nutzern nun bevorzugt Inhalte zukommen, bei denen Facebook eine Übereinstimmung (Kongruenz) erwartet.

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