Google Bombe

Was heißt Google Bombe?

Der Begriff Google Bombe hat die Bedeutung einer bestimmten Manipulation der Suchmaschine Google. Im übertragenen Sinne schließt der Begriff auch die entsprechende Manipulation anderer Suchmaschinen mit ein, für die Google aufgrund seiner dominanten Bedeutung in den meisten Ländern der Welt pars pro toto steht.
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Die Bedeutung der Google Bombe.

Der Hintergrund der Google-Manipulation ist der, dass Google Inhalte im Internet nicht nur nach ihren Begriffen auswertet, sondern auch nach den Verweisen. So registriert Google beispielsweise, wenn nach einer bestimmten Person mit dem Keyword „Schurke“ gesucht werden würde. Käme dies in einem signifikanten Maße vor, wäre die Person in den SERPs mit diesem Begriff in Verbindung gebracht worden. Dieser Algorithmus ist durchaus zielführend, um die semantische Bedeutung sowie die gesellschaftliche Relevanz eines bestimmten Begriffs auszudrücken, kann aber auch zur Manipulation eingesetzt werden, um bestimmten Personen oder Gruppen durch gezielte Eingriffe in ihrem SEO-Profil zu schaden.

Zur Historie der Google Bombe.

Findige Nutzer hatten diese Schwäche von Google bereits in der Anfangszeit des Internets herausgefunden und die ersten Google Bomben platziert. Sie verabredeten sich, das Zielobjekt mit demselben Ankertext in Google zu suchen. So ließen Gegner von Microsoft Verweise auf Microsoft unter dem Longtail: „more evil than satan himself“ entstehen. 2003 erschien US-Präsident George Bush im Zuge des Irakkriegs nach der Eingabe der Suchkombination: „miserable failure“ (erbärmlicher Versager), woraufhin Republikaner zum Gegenschlag ausholten und ebenfalls Google Bomben gegen demokratische Politiker wie Jimmy Carter, Hillary Clinton oder den Bushgegner und Publizisten Michael Moore („stupid white man“) zum Explodieren brachten.

In Österreich kam der damalige Finanzminister Karl-Heinz Grasse nach dem Suchbegriff: „völlige Inkompetenz“ zum Vorschein, in der Schweiz wurde auf Christoph Blocher (SVP) nach dem Longtail: „jämmerlicher Waschlappen“ verwiesen. Einen anderen Weg gingen Aktivisten beim republikanischen Politiker Rick Santorum, wo Nutzer nach Eingabe seines Namens auf eine Schmähseite gelangten. Dieser Weg war wesentlich wirkungsvoller, weil kaum jemand nach Begriffen wie „jämmerlicher Versager“ sucht, sondern in der Regel den Namen der Person des öffentlichen Interesses, über den er sich informieren möchte, direkt in die Suchmaschine eingibt.

Gegenmaßnahmen von Google.

Zunächst hatte sich Google dahingehend positioniert, als dass das globale Unternehmen keine Maßnahmen gegen das Google-Bombing unternehmen wolle. Google ging erst von einem Trend aus, der sich bald wieder erschöpfen würde, während Gegenmaßnahmen als unnatürlicher Eingriff in die Demokratie des Netzes abgelehnt wurden. Als das Phänomen allerdings nicht abebbte, änderte Google seine Laissez-Faire-Politik und behauptete, es sei gelungen, den Google-Algorithmus so zu verändern, dass eine derartige Manipulation nicht mehr so einfach durchzuführen sei.

IT-Spezialist und Google-Mitarbeiter Matts konnte somit zu Beginn des Jahres 2007 zu Protokoll geben: „By improving our analysis of the link structure of the web, Google has begun minimizing the impact of many Googlebombs.“ Tatsächlich spielten Google Bomben in der Öffentlichkeit fortan kaum noch eine Rolle. Zudem bekamen Privatpersonen nun das Recht, diffamierende Querverweise auf ihren Namen von Google löschen zu lassen.

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