Was ist die Sandbox

Was ist die Sandbox?

Die Sandbox ist ein Prüffilter von Google zur Beurteilung frischer Seiten. Dabei ist es umstritten, ob dieser Prüffilter auch tatsächlich existiert. Die Vermutung kam in Teilen der SEO-Szene mit einem Google-Update im Jahr 2004 auf, als auf einmal viele neue Seiten unnatürlich lange stagnierten oder starken Schwankungen unterworfen waren. Sollte die Sandbox (deutsch: Sandkasten) existieren, so würde eine Seite nach ihrem Erscheinen über mehrere Monate von Google beobachtet und in ihrer Entwicklung gebremst. Doch selbst, wenn es keine Sandbox gibt, lohnt es sich, einige Grundtechniken bei neuen Seiten zu beherzigen, da Vertrauenssignale an Google immer bei dem Seitenwachstum helfen.

Unser Video dazu:

Zu diesem Thema gibt es auch einen guten Artikel von Ahrefs: https://ahrefs.com/blog/google-sandbox/

Was tun in der Startphase?

Da es bei einer Sandbox um die Beurteilung der Vertrauenswürdigkeit einer neuen Seite geht, sind vor allem drei Maßnahmen in dieser sensiblen Phase wichtig. Der Linkaufbau sollte zunächst legitim sein und ein natürliches Wachstum aufweisen. Ist eine Seite gerade ein paar Tage alt und verfügt über keine nennenswerten Inhalte, würde zum Beispiel ein explosives Wachstum auf Google unnatürlich wirken und die Seite weiter in der Sandbox verharren.

Zu empfehlen ist stattdessen ein langsames Wachstum an Backlinks. Wird das Linkwachstum für eine Seite beschleunigt, sollte sich dies durch eine wachsende Bekanntheit der Seite legitimieren. Wir legen hierbei Wert auf einen No-follow-Presseartikel zu Beginn, zum Beispiel zur Vorstellung der eigenen Seite, die für Google als Werbung kenntlich gemacht wird. Weitere wichtige Maßnahmen stehen für eine hohe Vernetzung innerhalb der sozialen Medien zur Erzeugung eines viralen Effekts. Ist eine Seite im Netz sehr bekannt, wirkt ein schnelleres Wachstum nun nicht mehr für Google unglaubwürdig. Übrigens mag Google es auch, den Content einer Seite zu evaluieren. Google prüft nämlich sehr genau, wie die Benutzer auf die Inhalte einer Seite reagieren. Ist der Inhalt der eigenen Webseite für die Leser attraktiv, sind dies für Google ebenfalls wichtige Trustsignale, die ein schnelleres Wachstum an Backlinks legitimieren (glaubwürdig machen).

Drittens haben auch die Linkstruktur sowie die Ankertexte für die trust signals in der Startphase für Google eine besondere Bedeutung. Ebenso wie die Anzahl an Links natürlich wachsen sollte, so sollten auch Linkstruktur und Ankertexte einen natürlichen Eindruck machen. Verdächtig wären hierbei unnatürliche Ankertexte und solche, die nach Werbung und Verkauf klingen. Wir möchten noch einmal darauf hinweisen, dass Seitenbetreiber am besten beraten sind, wenn sie sich an normale User orientieren, das heißt, sich auch beim Setzen von Ankern so verhalten, wie normale Benutzer dies im Netz tun.

Wie lange ist man in der Sandbox?

Auch diese Frage ist selbst unter den SEOs, die von der Existenz der Sandbox überzeugt sind, umstritten. Eine gängige Daumenregel besagt, dass dies abhängig vom eigenen Verhalten zwischen 3 und 12 Monate sind. Andere gehen eher von einer Mindestdauer von 13 Monaten aus. Unabhängig von der Dauer der Sandbox sind in diesem Zeitraum eine kontinuierliche Aktivität und Entwicklung wichtig, um Google davon zu überzeugen, dass es sich bei der eigenen Seite um keine bloße Spamseite handelt, die ohnehin schnell wieder verschwindet.

Wie testest du, ob du in der Sandbox bist?

Typisch für die Sandbox sind unnatürliche und unlogische Rankings. Um herauszufinden, ob das auch bei deiner Seite zutrifft, kannst du ein schlüssiges Keyword deiner Seite mit einem unsinnigen Keyword kombinieren. Wird deine Seite nun in den SERPs aufgeführt, ist dies ein Zeichen dafür, dass deine Seite gerade in der Sandbox ist.

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